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Föderales Informationsmanagement (FIM)

Das Föderale Informationsmanagements (FIM) dient dazu, leicht verständliche Informationen für Bürger und Unternehmen, einheitliche Datenfelder für Formularsysteme und standardisierte Prozessvorgaben zu erstellen. Damit wird der Übersetzungs-​ und Implementierungsaufwand rechtlicher Vorgaben gesenkt.

Zur Umsetzung des OZG-​Digitalisierungsprogrammes hat der IT-​Planungsrat die Nutzung der FIM-​Methodik durch Bund, Länder und Kommunen beschlossen (26. Sitzung des IT-​Planungsrats vom 28. Juni 2018 – Entscheidung 2018/23). Er bat zudem Bund und Länder geeignete Strukturen zu etablieren, um die schnelle und kontinuierliche Befüllung der FIM-​Bausteine "Leistungen", "Datenfelder" und "Prozesse" zu befördern.

Mit dem Baustein „Prozesse“ werden Ablauf sowie die erforderlichen Bearbeitungs-​ und Prüfschritte beschrieben, die rechtlich vorgegeben sind. Anhand des beschriebenen Prozesses werden Datenfelder definiert, die benötigt werden, um die Leistung abzurufen. Anschließend wird die Leistung in eine für Bürgerinnen und Bürger sowie Unternehmen verständliche Sprache übersetzt. Diese Leistungsbeschreibungen bilden letztlich das für Bürgerinnen und Bürger sowie Unternehmen sichtbare Ergebnis von FIM. Sie finden sich unter anderem im Bürger-​ und Unternehmensservice oder den meisten kommunalen Portalen des Landes Sachsen-​Anhalt wieder. In ihrer Gesamtheit können die FIM-​Informationen sowohl für die OZG-​Digitalisierungslabore als auch für die Entwicklung von Online-​Diensten genutzt werden. FIM hilft damit, den vom OZG angestrebten Digitalisierungsprozess zu beschleunigen und zu standardisieren.

Im Mittelpunkt von FIM steht der Aspekt der Nachnutzbarkeit von Informationen. Länder und Kommunen sollen – bezogen auf die redaktionelle und organisatorische Umsetzung eines Verwaltungsverfahrens – nicht mehr für sich alleine agieren müssen. Stattdessen können sie auf qualitätsgesicherte Vorarbeiten zurückgreifen. Hierzu wurde im Land Sachsen-​Anhalt die Zentrale Leistungsredaktion eingerichtet. Diese unterstützt die fachlich zuständigen Ministerien bei der Bereitstellung der Informationen zu leistungsbegründenden Gesetzen und Verordnungen des Landes. Darüber hinaus ist die ZLR auch an der Beschreibung der auf bundesrecht beruhenden Leistungen innerhalb des OZG-​Themenfeldes Bildung beteiligt, dessen Themenfeldführung das Land Sachsen-​Anhalt im Zuge der OZG-​Umsetzung innehat.

Diese Leistungsinformationen werden zudem im Leistungskatalog der öffentlichen Verwaltung (LeiKa) gepflegt. Dieser ist nicht zuletzt aufgrund seines enormen Fundus an standardisiert erfassten Leistungen elementare Grundlage des OZG-​Umsetzungskataloges des IT-​Planungsrates.
Alle – Behörden, Fachverfahrenshersteller, die öffentliche Verwaltung, unterstützende IT-​Dienstleister usw. – können auf die vorliegenden relevanten FIM-​Informationen zugreifen und diese mitnutzen. Wenn Behörden ihre Erkenntnisse über die zuständige FIM-​Landesredaktion in die FIM-​Bausteine einfügen, sparen andere Behörden, die vor der gleichen Digitalisierungsaufgabe stehen, dank der Nach- und Mitnutzungsmöglichkeit eigenen Entwicklungsaufwand. 

Sie wollen mehr über FIM erfahren oder darüber, wie man es anwendet?

Dann schauen Sie doch in die Webcast-Reihe zum Föderalen Informationsmanagement (FIM), bereitgestellt von der Zentralen Leistungsredaktion (ZLR) des Landes Sachsen-Anhalt.

FIM-Grundlagen - Wie eine Methode an Fahrt aufnimmt

Sie möchten wissen, was FIM ist und wozu es angewendet wird? Dann empfehlen wir Ihnen den ersten Teil unserer Webcast-Reihe. Der Webcast „FIM-Grundlagen“ gibt Ihnen einen Überblick über die Grundlagen des Föderalen Informationsmanagements (FIM) und stellt Ihnen darüber hinaus die verantwortlichen Stellen sowie Rollen vor, die an der Einführung, Umsetzung und Weiterentwicklung des Föderalen Informationsmanagements beteiligt sind.

Die Entstehung einer FIM-Leistung - Leika, Zuschnittsindikatoren und Normenanalyse

Diese Folge ist wichtig, wenn Sie verstehen möchten, wie eine Verwaltungsleistung in den FIM-Leistungskatalog der öffentlichen Verwaltung (kurz: Leika) gelangt, welche Schritte zuvor notwendig sind und was es dabei zu beachten gibt.

Baustein Leistungen - Schritt für Schritt zum Stammtext

Der Fokus dieses Webcasts liegt auf dem Baustein „Leistungen“, einen der drei FIM-Bausteine. In diesem werden Sie lernen, wie ein qualitätsgesicherter Stammtext erstellt wird und welche Akteure daran beteiligt sind. 

Baustein Prozesse - Mehr als nur Geschäftsprozessoptimierung

Dieser Webcast befasst sich mit dem Baustein „Prozesse“, einen der drei FIM-Bausteine. Ziel dieses Webcasts ist es, Ihnen ein methodisches Verständnis für den FIM-Baustein „Prozesse“ zu vermitteln und die gemeinsamen Schnittmengen zu den anderen FIM-Bausteinen „Leistungen“ und „Datenfelder“ zu schärfen.

Baustein Datenfelder - Vom Formular zum Antrag - der Standard für Baumeister

Der Fokus dieses Webcast liegt auf dem FIM-Baustein „Datenfelder“. In diesem erhalten Sie ein methodisches Verständnis für den Baustein Datenfelder und erfahren gemeinsame Schnittmengen zu den anderen FIM-Bausteinen. Neben einer detaillierten Beschreibung der Elemente „Datenfeldkatalog“, „Datenschemabibliothek“ und dem dazugehörigen „Datenfeldbaukasten“ erfolgt zudem eine Einführung in die Datenfeldmodellierung.

Das Onlinezugangsgesetz (OZG) - Wie aus FIM-Stamminformationen ein Online-Dienst wird

In diesem Webcast erfahren Sie alles zum Zusammenhang zwischen dem Föderalen Informationsmanagement (FIM) und dem Onlinezugangsgesetz (OZG). Sie erfahren wie aus FIM-Stamminformationen ein Onlinedienst wird und was FIM mit dem OZG zu tun hat. Darüber hinaus werden Ihnen die Grundlagen für die OZG-Umsetzung erläutert. Wir empfehlen Ihnen im Vorfeld die übrigen Webcasts aus der Webcast-Reihe zum Föderalen Informationsmanagement anzuschauen, dann verstehen Sie das Zusammenspiel von FIM und OZG noch besser.

Im Interesse einer besseren Verständlichkeit der Webcasts wird an einigen Stellen bei Personenbezeichnungen und personenbezogenen Hauptwörtern ausschließlich die männliche Form verwendet. Im Sinne der Gleichbehandlung gelten entsprechende Begriffe grundsätzlich für alle Geschlechter. Die verkürzte Sprachform hat redaktionelle Gründe und ist wertfrei.

FIM-Webcasts zum Nachlesen

Sie möchten alle Informationen zum Föderalen Informationsmanagement noch einmal in Ruhe nachlesen. Dann können Sie dazu im Folgenden die Printausgaben der Webcasts herunterladen.

Diese stehen im Drucklayout „Notizseiten“ zur Verfügung. So erhalten Sie die Ansicht der Folien, den dazugehörigen Sprechertext und haben außerdem Platz für Ihre Notizen.