Häufig gestellte Fragen (FAQ) – MODUL-F
Hier erhalten Sie Antworten auf häufige Fragen im Zusammenhang mit Modul-F.
- Allgemeines
- Was ist MODUL-F?
- Gilt das „Einer für Alle“ Prinzip auch für MODUL-F?
- Kann man an MODUL-F Fachverfahren andere Systeme anschließen? (z.B. Dokumentenmanagement- oder Archivierungssysteme)
- Gibt es ein Datenschutzkonzept?
- Erfüllt MODUL-F alle Barrierefreiheitsanforderungen?
- Bedarf an weiteren Fachverfahren
- Wie bekomme ich Unterstützung, wenn ich ein noch nicht erstelltes Fachverfahren entwickeln möchte?
- Welche MODUL-F Fachverfahren gibt es bereits und welche sind in Planung?
- Wie kann ich mein Interesse zur Mitwirkung an MODUL-F Fachverfahren aus dem Produktkatalog mitteilen?
- Wer ist mein Ansprechpartner bei weiteren Fragen?
- Bestellung
- Wie kann MODUL-F bezogen werden?
- Welche Voraussetzungen gibt es bei der Nutzung von MODUL-F?
- Wer übernimmt die Kosten für MODUL-F?
- Nach der Bestellung
- Wie lange dauert die Bereitstellung von MODUL-F nach der Bestellung?
Allgemeines
Was ist MODUL-F?
Die Low-Code/No-Code-Plattform MODUL-F beschleunigt und vereinfacht die Behördeninterne Verwaltungsdigitalisierung in Deutschland1. Sie baut auf den Grundlagen auf, die das Onlinezugangsgesetz (OZG) gesetzt hat und treibt die Digitalisierung da voran, wo sich bisher keine standardisierten Lösungen durchsetzen konnten. Im Fokus von MODUL-F steht die Erstellung und Mitnutzung von Fachverfahren für die interne Sachbearbeitung in Behörden. Vor allem für kleine Anwendungsfälle, die für Behörden effizient wären, gibt es oft noch keine Lösungen. Diese Lücke schließt MODUL-F.
Gilt das „Einer für Alle“ Prinzip auch für MODUL-F?
Ja, einmal entwickelte Fachverfahren werden im Rahmen der Mitnutzung anderen zur Verfügung gestellt.
Kann man an MODUL-F Fachverfahren andere Systeme anschließen? (z.B. Dokumentenmanagement- oder Archivierungssysteme)
Ja, grundsätzlich können MODUL-F-Fachverfahren an andere Systeme angebunden werden. Aktuell prüfen wir die schrittweise Anbindung zu Dokumentenmanagementsystemen (DMS) über eine CMIS-Schnittstelle. Es soll auch Schnittstellen zu weiteren Onlinediensten – neben AFM – als Eingangskanal geben.
Für die Anbindung von E-Akten- und Archivierungssystemen wird ein Standardadapter erstellt. Dafür wird es in Zukunft verschiedene Module geben, die unterschiedliche Archivierungssysteme repräsentieren. Außerdem ist geplant, vorhandene Active Directory Lösungen (Systeme für Benutzungsverwaltung) einzubinden. Hierfür nutzen wir die Java-basierte Open-Source-Software Keycloak als Identity- und Access-Management-Umgebung. Die Lösung bietet die Möglichkeit, eine granulare Rechteverwaltung zu administrieren sowie andere Systeme zu integrieren.
Grundsätzlich werden externe Systeme bzw. Schnittstellen über vorgefertigte Module realisiert. Das heißt beispielsweise für die Anbindung eines E-Aktensystems wird ein vorab erstelltes MODUL-F-Modul benötigt, welches mit einer entsprechenden Konfigurierung die Verbindung zum Drittsystem aufnehmen kann2.
Gibt es ein Datenschutzkonzept?
Für die Plattform liegt ein Datenschutzkonzept vor. Sollten einzelne Fachverfahren von den datenschutzrechtlichen Vorgaben der Plattform abweichen, ist für diese Fachverfahren eine separate datenschutzrechtliche Bewertung zu erstellen und entsprechend abzustimmen.
Erfüllt MODUL-F alle Barrierefreiheitsanforderungen?
Ja. Barrierefreiheit wurde von Anfang an mitgedacht. MODUL-F legt großen Wert darauf, die Anwendungsseiten des Fachverfahrens-Editors und des Fachverfahrens-Portals im Einklang mit den Bestimmungen des Behindertengleichstellungsgesetzes des Bundes (BGG) sowie der Barrierefreien-Informationstechnik-Verordnung (BITV 2.0) zur Umsetzung der Richtlinie (EU) 2016/2102 barrierefrei zugänglich zu machen.
Bereits bei der Entwicklung werden alle relevanten Vorgaben umgesetzt und gestest, beispielsweise, ob für Menschen mit Sehbehinderungen alle Komponenten der Anwendung vorlesbar sind und die gewählten Farben und Kontraste die Inhalte für alle gut sichtbar machen. Diese Tests planen wir kontinuierlich entwicklungsbegleitend fortzusetzen, um unsere Lösung stetig zu optimieren. Eine Management-Summary zum Prüfbericht von Dataport ist in der Anlage zu finden.
Bedarf an weiteren Fachverfahren
Wie bekomme ich Unterstützung, wenn ich ein noch nicht erstelltes Fachverfahren entwickeln möchte?
Fachverfahren, die noch nicht auf dem eGovernment-Marktplatz gelistet sind, sind nicht direkt über den Marktplatz bestellt. Die Entwicklung neuer Fachverfahren erfolgt zentral über das Projektteam MODUL-F in Abstimmung mit dem Ministerium für Infrastruktur und Digitales (MID) und Dataport.
Wenn eine Kommune oder Fachabteilung einen neuen Bedarf identifiziert, kann dieser wie folgt eingebracht werden:
- Bedarfsmeldung:
Der Entwicklungswunsch wird über das Beteiligungsportal an das Projektteam MODUL-F ST übermittelt – idealerweise mit einer kurzen Beschreibung des Anwendungsfalls und des zu erwarteten Nutzens. - Bewertung & Priorisierung:
Das Projektteam prüft den Vorschlag hinsichtlich Umsetzbarkeit, Synergien mit bestehenden Fachverfahren und Priorität im Rahmen der aktuellen Roadmap. - Entwicklung & Bereitstellung:
Nach Freigabe erfolgt die Umsetzung innerhalb von MODUL-F. Sobald das Fachverfahren fertiggestellt ist, wird es auf dem eGovernment-Marktplatz zur Mitnutzung bereitgestellt.
Welche MODUL-F Fachverfahren gibt es bereits und welche sind in Planung?
Produktive Fachverfahren zur Mitnutzung können sie auf dem eGovernment-Marktplatz einsehen, hierfür wurde unter „Fachverfahren“ (wenn Sie nur das Fachverfahren mitnutzen wollen) und unter „Pakete“ (wenn den Onlinedienst inkl. des Fachverfahrens benötigen) z eine neue Produktgruppe erstellt. In Planung befindliche MODUL-F Fachverfahren können sie auf dem eGovernment-Marktplatz unter „Produktvorschau“ einsehen.
Wie kann ich mein Interesse zur Mitwirkung an MODUL-F Fachverfahren aus dem Produktkatalog mitteilen?
Gerne können Sie Ihr Interesse an der Mitwirkung zu MODUL-F Fachverfahren über das MODUL-F Projektteam unter der E-Mail: dataportmodulfst(at)dataport-kommunal.de bekunden. Alternativ nutzen Sie dafür das Kontaktformular.
Wer ist mein Ansprechpartner bei weiteren Fragen?
Wenden Sie sich bei Fragen oder Anregungen gerne an das MODUL-F Team: dataportmodulfst(at)dataport-kommunal.de.
Bestellung
Wie kann MODUL-F bezogen werden?
Auf dem e-Government Marktplatz stehen die verfügbaren Fachverfahren zur Verfügung.
Sie können das jeweilige Fachverfahren nach Anmeldung im Marktplatz über die Funktion „in den Warenkorb“ bestellen. Danach startet der interne Bestellprozess und wir nehmen Kontakt mit Ihnen zur Bereitstellung des Produktes auf.
Unter der Rubrik „Pakete“ finden Sie unsere Ende-zu-Ende (E2E) Pakete. Darin enthalten sind der AFM-Online-Dienst, das MODUL-F Fachverfahren, die FIT-Connect-Schnittstelle zur Datenübertragung, Anbindung des BundID-Postfaches, sowie ggf. eine Payment-Komponente, sofern es sich um einen Dienst mit Gebührentatbeständen handelt.
Unter der Rubrik „Produktvorschau“ sehen Sie außerdem die geplanten und in der Modellierung befindlichen Fachverfahren.
Sofern das gewünschte Fachverfahren nicht im Angebotsportfolio enthalten ist, kann eine Anfrage an das MODUL-F Team Sachsen-Anhalt gestellt werden. Weitere Informationen finden Sie unter dem Punkt „Wie bekomme ich Unterstützung, wenn ich ein noch nicht erstelltes Fachverfahren entwickeln möchte?“
Welche Voraussetzungen gibt es bei der Nutzung von MODUL-F?
Für den Zugriff auf MODUL-F wird ein Arbeitsplatz benötigt, der an das kommunale Netz angebunden ist. Damit MODUL-F im Landesnetz Sachsen-Anhalt vollständig genutzt werden kann, sind zentrale Konfigurationen wie Proxyausnahmen und DNS-Einträge durch die IT-Abteilung der Kommune erforderlich. Die dafür notwendigen Schritte sind im Onboarding-Guide beschrieben.
Wer übernimmt die Kosten für MODUL-F?
Bis Ende 2026 werden die anfallenden Kosten für die Entwicklung und den Betrieb von Fachverfahren durch das Land Sachsen-Anhalt in vollem Umfang getragen.
Nach der Bestellung
Wie lange dauert die Bereitstellung von MODUL-F nach der Bestellung?
Zentrale Schritte in der Bereitstellung sind die Klärung der organisatorischen Voraussetzungen, das Aufsetzen der initialen Infrastruktur und die Einrichtung von MODUL-F sowie die Schulung der Mitarbeitenden. Die Bereitstellung erfolgt innerhalb weniger Wochen nach der Bestellung über den eGovernment-Marktplatz. Sie hängt maßgeblich vom aktuellen Auftragsvolumen ab und über welche Netze die Anbindung erfolgt3.





