Im Juli 2023 konnte die Plattform MODUL-F als MVP (Minimal Viable Product) für alle interessierten Verwaltungen in ganz Deutschland über den Govdigital Marktplatz für EfA-Leistungen zur Verfügung gestellt werden. Darüber hinaus hat sich das Projekt-Team MODUL-F@Kommunal firmiert und interessierten Kommunen die Finanzierung eines Erprobungsprojekts (PoC) in einer MODUL-F Testumgebung angeboten.
Auf Nachfrage von interessierten Kommunen (Stadt Burg, Stadt Halle, Stadt Magdeburg, Stadt Quedlinburg, Stadt Weißenfels) wurde zusammen mit dem MODUL-F@Kommunal das PoC für Sachsen-Anhalt Anfang 2024 initiiert unter folgender Zielsetzung:
- Klärung des Bedarfs der Kommunen in Sachsen-Anhalt. Deckt MODUL-F den Bedarf und sollte es als Landeslösung etabliert werden?
- Klärung der organisatorischen Rahmenbedingungen, die für eine Landeslösung benötigt und seitens der Kommunen als sinnvoll und praktikabel erachtet werden.
Die Kommunen haben im PoC verschiedene Fachverfahren identifiziert, die mittels MODUL-F modelliert werden könnten. Nach der ersten Schulung im PoC fühlten sich die Teilnehmer noch nicht in der Lage, eigenständig Prototypen zu erstellen. Dennoch wird MODUL-F als benutzerfreundliche Anwendung wahrgenommen, die viele Fachverfahrensanforderungen abdeckt. Eine zentrale Herausforderung bleibt jedoch, im kommunalen Alltag ausreichend Zeit für die Modellierung einzuplanen.
Für die Stadt Weißenfels wurde im PoC die Verwaltungsleistung „Brauchtumsfeuer anmelden“ (Link zum Online-Dienst auf dem eGovernment-Marktplatz des Landes) mittels des zugehörigen AFM-Online-Dienstes und des neu modellierten MODUL-F-Fachverfahrens unter Einbezug der Fachlichkeit erfolgreich Ende-zu-Ende (E2E) digitalisiert. Einzig die BundID-Anbindung zur Rückkommunikation zum Antragsteller (Statusrückmeldung und Postfach-Anbindung für die Bescheid-Zustellung) ist noch eine notwendige offene Anforderung, die es in MODUL-F umzusetzen gilt.